Greenwashing-Verbot: Was jetzt zu tun ist
Shownotes
Jetzt gelten strengere Regeln: Ab 27. September muss die EU-Richtlinie gegen Greenwashing umgesetzt werden, die sogenannte "EmpCo". Irreführende Werbung ist in der EU zwar schon lange verboten, aber jetzt wird ganz genau geschaut. Wer behauptet "umweltfreundlich" zu sein, muss es auch beweisen. Wie, das erklärt Katharina Benedetter vom Verein "Hallo Klima!". Sie berät Unternehmer und Unternehmerinnen und kennt ihre Sorgen. Eine Folge aus dem Climate Lab.
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Team und Partner:
Host: Nadja Hahn, Stories & Strategy.
Visual Design: The Gentlemen Creatives
Das Climate Lab unterstützt mit Expertise und Netzwerk.
Gefördert von Medienstartförderung der Wirtschaftsagentur Wien. Der Podcast ist redaktionell unabhängig.
Links: Hallo Klima!
Transkript anzeigen
00:00:00: Also Klima-Neutralität, Klimaschonend, klimafreundlich.
00:00:03: Alle so diese ganz allgemeinen Öko auch so dieses ... Wir sind umweltfreundlicher als was?
00:00:09: Als wer?
00:00:11: So diese ganzallgemeine Behauptungen gehen jetzt nur noch wenn ganz klar ist worauf sie sich beziehen.
00:00:20: Eigentlich ist es ziemlich einfach sagen was isst und das belegen können.
00:00:26: wir dürfen lernen weltknackig zu spitzen wird jetzt anders laufen.
00:00:36: Willkommen bei FullCircle, dem Podcast über Kreislaufwirtschaft.
00:00:40: Ich bin Nadja Hahn und normalerweise spreche ich hier mit Unternehmen die neue Lösungen finden aber heute habe ich eine Expertin für Kommunikation im Studio Katarina Benedetta vom Verein Hallo Klima.
00:00:52: Wir reden aus aktuellem Anlass über die neuen Regeln gegen Greenwashing.
00:00:56: Hallo Katarina!
00:00:58: Erklär mal ein bisschen was du machst und was Hallo Klimas ist.
00:01:02: Ja, gerne.
00:01:02: Also Hallo Klima ist ein gemeinnütziger Verein und unsere Kernthemen sind Klimabildung und Klimakommunikation Und mit diesen beiden Themen arbeiten wir vor allem mit Multiplikatoren und Multipliktorinnen also Personen dem beruflichen aber auch im privaten Setting einen Auftrag wahrnehmen dass sie Klimaschutz oder auch Umweltschutz alle möglichen damit verbundenen Themen gerne weiterbringen wollen
00:01:23: und denen erklären wir heute wie Sie das anstellen ohne in die Greenwashing fallen zu tappen.
00:01:28: Das wäre ideal.
00:01:30: Wir sind heute im Climate Lab in Wien, da haben wir beide unseren Arbeitsplatz und da sind wir auch miteinander ins Gespräch gekommen.
00:01:36: Wer es nicht kennt das Climate Lab ist ein Innovationszentrum für Klimaschutz und kooperiert jetzt mit Frischsirkel, das freut mich sehr!
00:01:43: Und als ich gehört habe, dass du eben Unternehmen berätst wie sie das richtig machen mit der Kommunikation und da nicht in die Fallen tappen, hab' ich mir gedacht super reden wir drüber weil jetzt geht's um was.
00:01:54: Ab siebenundzwanzigsten September gelten ja die neuen Regeln der EU gegen Greenwashing.
00:02:01: Katharina, was verändert sich jetzt?
00:02:03: Darf man jetzt nichts mehr sagen?
00:02:04: Wir sind nachhaltig oder CO-Nutral?
00:02:08: Wird definitiv ein bisschen schwieriger.
00:02:13: Das UVG hatte bis jetzt auch schon Ihre Führersgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
00:02:17: Danke schön,
00:02:18: fach schon.
00:02:19: Also das Gesetz gegen den Unlauteren Wett Bewerb, kurz UVG hat er bis jetzt ja auch schon ihre führende Aussagen verboten?
00:02:25: Das gibt es auch schon länger, ne?
00:02:26: Es gibt's
00:02:26: schon seit einigen Jahrzehnten.
00:02:29: Genau!
00:02:31: Nur was jetzt genauer geworden ist, dass es eben bestimmte Begriffe gibt und bestimmte auch sozusagen Tatbestände die genau auf den Fall von Greenwashing abzielen.
00:02:42: Und da das einfach genau erregeln.
00:02:44: In der Überschrift kann man sagen eigentlich ist es ziemlich einfach, sagen was isst und das belegen können.
00:02:51: Dann wird's halt ein bisschen differenzierter.
00:02:53: Okay, wir steigen gleich ins Detail ein.
00:02:56: Diese Richtlinie hat wie vieles in der EU einen fürchterlichen Namen nämlich M-Co.
00:03:00: ich übersetze das mal kurz Empowering Consumers for the Green Transition.
00:03:05: Auf Deutsch redet man da über eine Richtlinien zur Stärkung der Verbraucher Für den grünen Wandel.
00:03:12: Ja also wieder so eine EU Formulierung.
00:03:16: Betrifft diese M-CO auch Unternehmen die in der Kreislaufwirtschaft aktiv sind?
00:03:22: Grundsätzlich betrifft es alle Unternehmen und vor allem im B to C Bereich, das heißt Unternehmen die direkt mit Kunden und Kundinnen konsumieren.
00:03:30: Das heisst jetzt nicht dass Unternehmen, die nur mit Unternehmen kommunizieren völlig frei gekauft sind, nur auf die trifft halt die EMCO also diese Richtlinie von der Werte sprechen, nicht explizit zu sondern halt das reguläre UVG.
00:03:44: also auch hier ist ihre Führung natürlich verboten Aber die EMCO-Direct trifft nicht zu.
00:03:49: Also in dem Sinne, ja auch trifft es auch Unternehmen, die in der Kreislaufwirtschaft tätig sind.
00:03:54: Jetzt gehen wir zurück zu diesem Gesetz das es schon lange gibt gegen den unlauteren Wettbewerb.
00:03:58: da gibt's ja auch schon prominente Urteile zum Beispiel gegen Gösser, gegen die Austrian, gegen Adidas.
00:04:04: darüber haben wir in den Zeitungen schon gelesen.
00:04:07: Die haben
00:04:07: gesagt, wir produzieren CO² neutral.
00:04:11: Oder man kann klimafreundlich fliegen oder was auch immer es war.
00:04:14: Da gab's also schon Urteile wo man gesagt hat Moment das geht nicht weil da steht nicht in Relation zur gesamten Produktion.
00:04:21: wie auch immer Was wird denn jetzt strenger?
00:04:25: Ja wie schon vorgesagt Es gibt zur Liste an Tatbeständen kommt vieles verschiedenes darunter.
00:04:30: Aber nehmen wir mal ein paar Elemente raus, das wäre zum Beispiel so allgemeine Begriffe wie im grünen Öko klimafreundlich, klimaneutral, klimaschone... Da gibt es ja so viele was wieder auf verschiedenen Plakatenprodukten, Busbeklebungen oder was auch immer ist, überall sehen.
00:04:45: Das heißt zu allgemeinen knackige Claims, wie wir sie jetzt kennen werden damit nicht mehr möglich sein weil wir müssen ganz genau sagen worauf bezieht sich denn diese Aussage?
00:04:55: Und wir müssen nicht nur sagen, worauf sie sich bezieht.
00:04:58: Wir müssen das auch belegen können.
00:05:00: Also es geht viel mehr weg von diesen kurzen knackigen Claims hin.
00:05:06: eher zum Beispiel zu Storytelling.
00:05:08: Dass man zB die Transformation in der wir jetzt idealerweise alle drin entstecken gut begleiten und kommunikatorisch und auch gut erzählen können wo stehen wir?
00:05:16: Wo wollen wir hin?
00:05:17: was sind die Schritte?
00:05:18: Dann gibt es aber auch noch so Themen, die zum Beispiel Zukunftsaussagen, dass wir sagen bis zu zwanzig dreißig klimaneutral.
00:05:25: Auch das geht jetzt nicht mehr ganz so einfach sondern muss begleitet werden zb durch einen Transformationsprozess beziehungsweise auch einem Bericht oder einen Pfad der ganz klar darlegt so solls funktionieren.
00:05:37: da sind die Zwischenziele, da sind den Personen die dafür abgestellt sind und es wird regelmäßig von einem externen Audit überprüft.
00:05:47: Also ein Wirtschaftsprüfer?
00:05:48: Ja,
00:05:48: zum Beispiel.
00:05:50: Dann gibt es natürlich auch noch das große Feld der Gütersiegel.
00:05:53: Wir kennen ja viele, viele Güter-Siegel und wir wissen mittlerweile aus Erhebungen auch dass circa die Hälfte davon nicht belastbar ist.
00:06:00: Da gibt's eine Zahl von der Europäischen Kommission, die das einmal vorgerechnet hat.
00:06:05: Das waren die Hölfte der Grünen Claims also der grünen.
00:06:08: Versprechen sind entweder Waage oder irreführend oder nicht belegbar.
00:06:11: Die Hälften!
00:06:12: Deshalb machen wir das jetzt.
00:06:14: Die Hälfte ist zu wage und zu irreführend, obwohl es dieses Gesetz gegen unlauteren Weltbewerb gegeben hat.
00:06:21: Ja!
00:06:21: Und jetzt ist das nicht nur die Hälften sondern auch die Hölfte von einer Menge.
00:06:24: Wir haben ein paar hundert.
00:06:27: Also
00:06:28: das hat nicht die Gütersiegel bezogen, sondern allgemein.
00:06:33: Ja genau!
00:06:33: Das ist die Hälfte zirka und dann kann man auch mal schauen wie viele davon sind belegbar.
00:06:37: Es ist alles so circa rund um die Hölfte.
00:06:39: Und da sind es noch die Güter-Siegel wo es aber hundert davon gibt innerhalb der EU.
00:06:44: Auch diese sind zur Hälfe nicht belastbar oder in Haus produziert.
00:06:48: Können
00:06:49: wir das mal so zusammenfassen, dass dieses Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb zu zahnlos war und dass die EMCO, wie sie jetzt heißt diese Richtlinie da quasi die Zähne darstellen soll.
00:07:01: Dass jetzt endlich greift, dass man wirklich Handhabe hat gegen Greenwashing?
00:07:05: Ja ob es zu zahenlos war vielleicht hier an dieser Stelle ein kleiner Disklemer.
00:07:08: ich bin ja kein Juristin.
00:07:10: Das sage ich für meinen Kunden und Kundinnen auch immer Ich bin keine JuristIn, ich bin Kommunikationsberaterin.
00:07:14: D.h.,
00:07:16: ich tue mir da jetzt schwer Bewerten von Gesetzen Was wir halt schon merken und diesen Rahmen gebe ich gerne mit, das ist Big a Picture auch meinen Kunden und Kundinnen.
00:07:24: Dass sich sage die EMCO ist er nicht für sicherer Einstehend ein weiterer Punkt auf unsere To-Do Liste, die uns davon der EU aufdiktiert wird Sondern es eigentlich ist die EMCOSO Die logische Konsequenz vom gesamten Green Deal von der Regulatur vom gesamte Green Deal.
00:07:42: weil wenn wir uns jetzt anschauen welche Da gibt's ja ganz, ganz viele verschiedene.
00:07:45: Und dann gibt es halt ein paar Große die man halt so allgemein kennt wie zum Beispiel in den Nachhaltigkeitsberichtspflichte Taxonomieverordnung und diese ganzen großen Rahmenwerke.
00:07:53: Und alle dieser großen Rahmen Werke wo es auch ganz oft darum geht Datensätze zu sammeln, das sammelt mehr nicht um eine Echsel befüllen zu können sondern das sammt man um transparent über die eigenen Geschäftsfelder über die eigene Tätigkeiten berichten zu können.
00:08:09: Und damit habe ich ja eigentlich einen massiven Fundus, eine ganz wunderbar belastbare Datenlage die ich dann hernehmen kann um meine Kommunikation transparent nachvollziehbar und belastbar gestalten zu können.
00:08:21: Also
00:08:21: du sagst uns eigentlich dass diese Richtlinie keine Quälerei ist sondern was bringt?
00:08:25: Natürlich
00:08:25: auf alle Fälle!
00:08:26: Nämlich wirklich.
00:08:27: das bringt dass es viele Unternehmen gibt und Organisationen gibt die extrem ernsthaft in ihrer Nachhaltigkeits-Transformation arbeiten und das gerne berichten möchten und denen gerne Glaubwürdigkeit geschenkt werden soll.
00:08:38: Und es geht im Moment nicht, wenn ich mir denke – oder viel, viel schwieriger.
00:08:42: Wenn ich mir denk, oh da geist er deine Zahl rum in der Öffentlichkeit, das sagt die Hälfte aller Nachhaltigkeitsaussagen sind nicht belastbar.
00:08:49: Ja woher soll ich als Konsumentin denn wissen welches den ist und welche nicht?
00:08:52: Das heißt das hilft eigentlich denen dies Ernst meinen Glaubwürdigkeit zu gewinnen und ihr Image zu stärken.
00:09:00: Bringt das auch Geld?
00:09:01: Ja, all along natürlich.
00:09:03: Also alles was Glaubwürdigkeit schafft und das mich auch Resiliente in meinem Transformationsprozess darstellt.
00:09:08: Alles wo ich eine saubere Geschäftspraxis nachweisen kann.
00:09:12: Wir wissen... Und dass der Kunde?
00:09:13: Ja!
00:09:13: Der Kunde ist dann auch glaubt und nachvollziehbar überprüfen kann.
00:09:16: Und sich jeder stimmt jetzt wirklich wie schön.
00:09:18: weil natürlich wenn wir die ganze Zeit zu kommuniziert werden mit Das ist klimaneutral und das ist elgrün und das is öko Dann glauben wir oh die Welt ist ja schon gerettet.
00:09:28: Warum soll ich nur irgendwas ändern?
00:09:30: Ja oder es ist äußer schmäh und geht nicht.
00:09:32: Oder
00:09:32: das, genau!
00:09:33: Und beides ist nicht gut.
00:09:34: Beides ist hemmend für die Transformation... Also
00:09:35: du sagst, dass ist eigentlich eine gute Sache diese EMCO auf
00:09:38: alle Fälle
00:09:39: So jetzt bin ich schon alistin mein ganzes Leben schon ja und dieser Richtlinie sagt uns sag was Es muss stimmen und belege es also schwindeln nicht und belegt dass du nicht schwindelst.
00:09:50: No nahe oder?
00:09:51: Das ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
00:09:53: Wir haben bis jetzt alle gelogen.
00:09:55: Nein Nein, nimm das Willen.
00:09:58: Ich meine ich überspitze es jetzt aber mich wunderts dass man das braucht.
00:10:06: Sagen wir mal so... Das meiste Greenwashing passiert ja nicht aus der bösen Absicht heraus sondern passiert weil irgendwo am Weg zwischen der Produkterstellung oder die Dienstleistungserstellungen und der Kommunikationsabteilung ein paar wichtige Fakten verloren gegangen sind Plus, weil wir halt Kommunikation bis jetzt so kennen und gelernt haben dass es kurzer knackige sexy claims sein sollen.
00:10:30: Und das dürfen jetzt neu lernen!
00:10:32: Das ist einfach ein Lernfeld, das natürlich...
00:10:35: Kannst du dir ein Beispiel geben?
00:10:38: Naja wenn ich jetzt als Unternehmen sage oder sagen wir mal so Ein Unternehmen hat tatsächlich total ernsthaft und wunderbar um dreißig Prozent der Emissionen eingespart, weil eben verschiedene Schritte im Produktionsprozess umgestellt worden sind.
00:10:54: Und das ist auch wirklich belegbar!
00:10:56: Da gibt es Meilensteine, da gibt es Überprüfungen, da gibts Emissionsmessungen... Da gibt's Daten dazu die wirklich valide dastehen und die man auch im Nachhaltigkeitsbericht zum Beispiel nachlesen kann.
00:11:05: Und dann heißt cool!
00:11:07: Das ist auf voll erfolgreicher Meilenstände, den wir geschafft haben.
00:11:10: Kommunikationsabteilung.
00:11:11: bitte liebe Kommunikation-Abteilung Produzieren ist ein Kleben, gehen wir damit nach draußen.
00:11:15: Weil das ist ein Erfolg!
00:11:16: Denn wollen wir kommunizieren?
00:11:17: Zu Recht!
00:11:18: Kommunizieren.
00:11:20: Und die Kommunikationsabteilung liest es dann und nimmt das so für sich wahr und sagt dann Wir sind ein nachhaltiges Unternehmen Wobei eigentlich vielleicht noch einige Produktionsprozesse mit Gas oder vielleicht sogar mit Öl produziert werden, wobei vielleicht in der Lieferkette tatsächlich noch einige Trocken sind die wir nach und nach bereinigen wollen etc.
00:11:43: Und damit haben wir ein Problem weil es eine sehr verkürzte und sehr überdehnte Aussage ist.
00:11:48: Stattdessen Storytelling würde ich sagen aufgrund von dieser Veränderung in diesem und jenem Produktionsschritt haben wir jetzt x-prozent Emissioneneinsport im Vergleich zu Und unsere nächsten Schritte sind XYZ.
00:12:01: Da haben wir allerdings noch ein Lernfeld und dann bin ich vielleicht nicht bei einem Claim, sondern habe eine ganze Reihe an Claims?
00:12:07: Das passt nicht
00:12:08: auf einen Bus!
00:12:10: Also es wird viel schwieriger das
00:12:12: Knackig zu spitzen.
00:12:13: Wir dürfen lernen weil knackig zuspitzen wird jetzt anders laufen.
00:12:17: Okay das heißt dass ist die große Challenge für die Kommunikationsabteilungen.
00:12:21: Jetzt berätst du ja Unternehmen.
00:12:23: Ich nehme aus den meisten so kleine und mittelständische Unternehmen.
00:12:27: Was sind die größten Themen?
00:12:29: Ja, tatsächlich.
00:12:33: Wie machen wir unsere ernsthaften Bemühungen auch transparent und glaubwürdig nach Außensicht bei ohne Greenwashing?
00:12:41: Also wie lerne ich diese Aussagen neu?
00:12:45: Wie gehe ich mit Begriffen
00:12:46: um?
00:12:46: Fällt dein Beispiel ein aus den Gesprächen mit deinen Kunden?
00:12:50: Naja... Ich berate mir wirklich immer ganz stark in Richtung Storytelling, dass ich immer sage okay gehen wir mal weg von diesen schnellen Claims und überlegen mal, was ist denn passiert in den letzten fünf Jahren?
00:13:03: Und was soll in der nächsten fünf Jahr passieren?
00:13:05: Machen wir mal eine Sammlung von den Meilensteinen.
00:13:07: Was haben die Gutes für uns gebracht?
00:13:09: Wo sind noch offene Felder?
00:13:11: Und dass wir da dann so am Mapping auch richtig machen und daraus dann die Aussagen ableiten.
00:13:16: Jetzt stelle ich mir das recht schwierig vor in den Unternehmen.
00:13:20: Wie wichtig sind denn da die Chef's?
00:13:23: Sehr wichtig!
00:13:24: Wissen Sie
00:13:24: das?!
00:13:27: Ja,
00:13:29: weil man oft sagt das soll die Kommunikationsabteilung machen.
00:13:32: In diesem Sinne?
00:13:34: Naja vielleicht ein Querverbindung hin dazu dass der Screenwashing ja eigentlich keine absichtliche Lüge ist sondern in der Verkürzung bzw Überdehnung der Aussage passiert und das passiert ja Kommunikation bis jetzt zu gelernt haben.
00:13:52: Nur wenn ich jetzt sage, wie wichtig sind die Chefs und die Chefin dann erst?
00:13:56: Das ganze Unternehmen ist wichtig.
00:13:58: Also Kommunikationsabteilung ist keine Aufgabe der Kommunikierungsabteilungen, sagst du?
00:14:02: Nicht
00:14:02: ausschließlich!
00:14:03: Und Greenwashing passiert nicht in der Kommunifikationsabteilung sondern Greenwasching passiert weil irgendwo am Weg eine zentrale Information ausgelassen worden ist Und weil natürlich, wie soll denn eine Kommunikationsabteilung jeden einzelnen Produktionsschritt kennen und wie sind die Daten da dahinter liegen?
00:14:17: Woher denn auch?
00:14:18: Das ist nicht ihre Aufgabe.
00:14:19: D.h.,
00:14:19: sie müssen jetzt alle mehr miteinander reden?
00:14:21: Ja!
00:14:21: Deilungsübergreifend aus der Abteilung kommen die entsprechenden Informationen zu der Produktion, kommen die Daten, die werden dann von der Nachhaltigkeitsabteilungen überprüft wird und die Methoden dann nochmal überprüfen und geschaut.
00:14:32: passt das wirklich alles zusammen?
00:14:34: Die Kommunikation macht einen passenden Claim, ein Storytelling draus und in einzelne Fällen, in heiklen Fällen kommt dann gerne noch mal die RechtsabteilUNG compliance.
00:14:42: Aber geben wir es jetzt nochmal durch.
00:14:43: Also wenn ich einen Claim habe, muss ich ihn belegen können und muss Beweise vorlegen.
00:14:49: Und die müssen auch leicht zu finden sein zum Beispiel von einer Website um nicht irgendwo vergraben auf der hundertsten Seite, die ich eh nicht finde oder?
00:14:57: Was ist noch dabei?
00:15:00: Von den Beliegen?
00:15:00: Ja also wie muss sich das belegen?
00:15:04: Grundsätzlich um nochmal zu schärfen, nicht auf der Hundertsten Unterseite.
00:15:08: Der Claim muss auf einem Medium insgesamt nachvollziehbar und verständlich kommuniziert werden.
00:15:14: Und je kleiner das Medium, also ein Etikett ist ja klein, ist es natürlich herausfordernder die Gesamtheit des Claims gut zu kommunizieren.
00:15:24: Weil – und das hat das UWG bisher auch so gemacht und das gilt auch jetzt – nach wie vor noch entscheidend ist der Eindruck des Durchschnittskonsumenten bzw.
00:15:32: der Durchschnitzkonsumentin.
00:15:34: Das heißt Ein Durchschnittsperson muss verstehen können, worauf sich das umweltfreundlich bezieht wenn ich jetzt umwelt- freundlich verwende.
00:15:40: Und warum jetzt?
00:15:42: oder welcher Aspekt meiner Geschäftssättigkeit ist umweltfeindlicher als es davor war?
00:15:46: Wie geht das auf einem Etikett?
00:15:49: Also kann nicht da einfach ein QR Code drauf tun und damit rechnen dass das eWAS gännt?
00:15:53: Leider nicht mehr!
00:15:54: Also leider bin ich nicht mehr auf einem Medium unterwegs.
00:15:56: Aha
00:15:56: okay...
00:15:57: also da geht's tatsächlich dann auch darum vielleicht eine paar Zahlen zu kommunizieren auf dem Etikette.
00:16:02: wo größer zu machen.
00:16:05: Also ja, tatsächlich wir befinden uns hier in vielen Brainstorming-Momenten auch gerade wie man das sauberlösen können wird.
00:16:10: Social Media ist sicherlich ein großes Thema.
00:16:14: Wie weit zurück werden denn jetzt alte Social Media Poster hergenommen und sagen ihr habt es aber vor einem Jahr daraus gesagt?
00:16:21: Das geht nicht!
00:16:22: Gilt das aber beim Stichtag?
00:16:24: Da ist tatsächlich das Datum gar nicht so ausschlaggebend sondern viel mehr ob das Social-Media-Posting noch Teil einer aktiven Unternehmenskommunikation ist.
00:16:34: Wenn es noch eine aktive Unternehnungskommünikation zuortenbar ist, und es ist aber eigentlich schon zwei Jahre alt, dann ist es trotzdem noch zuortnbar?
00:16:42: Genau!
00:16:43: Und das ist eher das, wo wir wirklich dazu anraten, scrollt mal durch welche Postings gab's denn da auch wirklich in den letzten drei Jahren.
00:16:54: Und gibt's dazu einen aktuellen Bezug zur aktuellen Geschäftstätigkeit, zu neuen Produkten.
00:17:02: Wird da vielleicht schon ein Vorbau geliefert zum neuen Produkt?
00:17:04: Am Bezug zu einer aktuellen Kampagne ist noch was angepinnt auf einer aktuellen Website, das dahin linkt
00:17:09: etc.,
00:17:10: also alles, was noch bezugnimmt auf die aktuelle Unternehmenskommunikation gilt auch weiterhin – also auch im Bezug auf MQ!
00:17:18: Und auch das, was Mitarbeiter auf ihren privaten Accounts haben oder wenn der Chef irgendwas postet oder irgendwer
00:17:25: anderer?!
00:17:25: Ja... Genau, ja auch hier ist es eine Unternehmenskommunikation zuorten war oder nicht.
00:17:33: Das ist natürlich immer so ein bisschen mehr Messen und da wird jetzt auch spannend weil im Moment befinden wir uns ja in Bezug auf die UVG-Novelle, also auf die Umsetzung der M-Coints-UWG ja eigentlich noch in einem ganz anweiten Interpretationsspielraum.
00:17:49: Weil es gibt noch keine Präsidentsfälle dazu ist hat noch kein Recht irgendwas zu entschieden.
00:17:53: und ja wenn wir uns das Gesetz durchlesen dann könnte man sonst denken ja steht da relativ logisch und klar und nachvollziehbar da?
00:17:58: Ja eh!
00:17:58: Nur jetzt kennen wir auch das Recht und wissen je nachdem wie gut man argumentiert aus welcher Perspektive kann das auch wieder stimmen.
00:18:04: Also da müssen wir mal schauen was alles entschieden wird.
00:18:08: aber grundsätzlich Mitarbeiter in den Posts sind sie ein Unternehmenskommunikationszuordnbar, ja dann gelten sie auch da für die Regeln.
00:18:15: Also da ist durchaus auch anzuraten mal mit Mitarbeitenden Posten in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit auch einmal so eine kleine Schulung zu machen, einen kleinen Workshop zu machen und sagen hey Schatz die sind jene wird das in der Zeit gehen.
00:18:29: Vielleicht macht man da mal in der nächsten Zeit eher ein Gegencheck wenn bevor ihr da was postet vielleicht macht man auch so wie eine kleine Bibliothek wo wir so Claims sammeln den jeweiligen verschiedenen Kontexten funktionieren oder halt auch nicht.
00:18:42: und Kontext ist immer wahnsinnig entscheidend Weil es geht ja nicht nur um das geschrieben oder gesprochene Wort.
00:18:47: Es geht auch um die Bildsprache, welche Schriftfarbe verwende ich?
00:18:52: Welchen Kontext setze ich ihm das
00:18:53: Ganze?".
00:18:54: Aber du sagst, dass müssen eben jetzt alle lernen!
00:18:56: Das ist keine Aufgabe, die nur die Kommunikationsabteilung hat?
00:18:59: Nein tatsächlich nicht mehr.
00:19:00: Und das fließt ja auch wieder in die Logik von Green Deal Regulatorik rein.
00:19:04: Weil auch hier ich sammle Datensätze nicht nur als Nachhaltigkeitsbeauftragte sondern da brauche ich ja alle möglichen Abteilungen dafür und genau so braucht es in der Kommunikation.
00:19:12: Ja und was ist wenn meine Kunden oder meine Lieferanten da etwas erzählen, was nicht im Sinne daraufhin das ist?
00:19:18: Da geht's dann ein bisschen um den Scope.
00:19:19: also wie weit gilt mein Claim?
00:19:23: Wie weit gilt meine Aussage?
00:19:25: Auch das gilt es immer gut festzustecken, bis hierhin gilt mein Klem und ab da dann nicht mehr.
00:19:32: Und das schließt natürlich gewissermaßen auch die Wertschöpfungskette mit ein.
00:19:35: Jetzt muss ich natürlich nicht bei jedem meiner zulieferenden Firma hingehen und sagen so, ich prüfe jetzt meinen ganzen Zulieferende Firma und schaue ob das alle stimmt was ihr sagt.
00:19:43: Das wäre ein bisschen überzogen.
00:19:46: nur halt in Bezug... auf die Teile, auf die Produkte, die ich halt zu kaufe für meine Produkte also die in meine Wertschöpfungskette reinfließen.
00:19:54: Wenn es da Nachhaltigkeitsclaims gibt dazu dann müssen sie halt auch stimmen.
00:19:58: Kannst du mal so ein paar Red Flags und sagen bei welchen Worten müsste man jetzt besonders aufpassen?
00:20:04: Also Klimanutralität, klimaschonend, klimafreundlich alles diese ganz allgemeinen Öko.
00:20:11: Wir sind umweltfreundlich her als was, als wir im Vergleich zu wozu.
00:20:17: Also diese ganz allgemeinen Behauptungen gehen jetzt nur noch wenn klar ist worauf sie sich beziehen auf ein Produkt, auf einen Aspekt des Produkts, auf eine Produktpalette, das ganze Unternehmen.
00:20:29: Warum?
00:20:29: Wie belege ich das bzw.
00:20:31: welchen Zeitraum?
00:20:32: wer überprüft?
00:20:34: Genau.
00:20:34: Wie belege
00:20:35: ich das?
00:20:35: Welche Belege habe ich auch dafür... Ja,
00:20:37: aber wie mache
00:20:37: ich es?
00:20:38: Das kommt darauf an, wofür.
00:20:41: Okay, so kompetiert!
00:20:43: Eigentlich auch ein bisschen logisch.
00:20:45: Weil wenn ich jetzt sage, ich kommuniziere mein Unternehmen, wie ich es vorhin schon gesagt hab soll, für den Klima-Nutral zu sein oder sehr motiviert, sehr schwierig, sehr unrealistisch eigentlich sogar in einem Betrag der aktuellen Wirtschaft.
00:20:59: Aber sagen wir mal so, nehmen wir das als Beispiel.
00:21:03: Dann brauche ich eben das entsprechende Dokument, den entsprechenden Report der mir die Meilensteiner, die Ressourcen überprüfbaren Auditoren etc.
00:21:11: dazu Verfügung stellt.
00:21:13: Wenn jetzt auch weitere Red Flag ist tatsächlich diese Hausinternen Gütersiegel, die eigentlich keine Gütersiegels sind sondern ihre Führern sind wie wenn ihm das Marketing auf einmal ein Blümchen auf die Verpackung draufdruckt dann schaut es total nett draussen.
00:21:29: Ich mag Blümchen auch sehr gerne, ja?
00:21:31: Es kommt halt immer darauf an, suggeriert den Eindruck eines Güttersiegels.
00:21:35: Weil wenn jetzt zum Beispiel das Blümchern dann auch noch mit einem Kreis umsiegelt ist, dann wächst es schon fast wieder in den Eindruck eines Güttesiegels.
00:21:42: und wenn vielleicht da drin auch noch steht wir sind nicht zu dem Bienen auf der Blume so weil wir keine Ahnung was auch immer tun, ja!
00:21:48: Dann ist es wirklich irreführend.
00:21:50: Also wer schaut das an und wer urteilt darüber?
00:21:54: Anschauen du uns wie alle Weil Sie sehen es, und das suggeriert uns Wasser.
00:21:58: Es suggerieren wir uns ja was?
00:21:59: Und wenn jetzt Nachhaltigkeit mir in Wert ist und ich dementsprechend meinen Konsumentinnenverhalten danach ausrichte dann sehe ich's vielleicht nicht bewusst dass da Diplomentebine drauf sind aber irgendwo nehme ich's halt schon waren.
00:22:11: Kauf ist vielleicht deswegen klagen kann es aber nicht ich als Konsumentin direkt.
00:22:15: Das ist jetzt ein bisschen irreführend, vielleicht auch in Bezug auf den Namen der Richtlinie.
00:22:20: Sondern zum Beispiel Interessensverbände, damit bewerbt.
00:22:25: Also alle möglichen Verbände können tatsächlich klagen aber als Konsumentin selbst... kann ich schon klagen, wenn mir ein Signifikant oder einen Schaden entstanden ist.
00:22:36: Nur das ist halt die Frage welcher Schaden entsteht dadurch?
00:22:38: Wenn ich im Nachhinein darauf komme dass die Creme doch nicht so klimafreundlich wird glaube
00:22:41: ich.
00:22:41: Ich habe vielleicht zu viel bezahlt dafür.
00:22:43: Ja aber wäre es ein Wert für den ich jetzt über Gericht ziehe?
00:22:48: Ist das verhältnismäßig?
00:22:49: Also das wird gar nicht so einfach sein da Präzidentsfälle auszujudizieren
00:22:55: oder?
00:22:56: Naja es kommt drauf an!
00:22:56: Es gibt zum Beispiel über den VKI, der Verein für Konsument in den Schutz.
00:23:02: Kann man da hingehen?
00:23:03: Da gibt es jetzt schon seit Jahren die Seite, wo wir Greenwashingfälle einmelden können.
00:23:08: Oder den Verdacht auf Greenwasching anmelden kann.
00:23:10: Das
00:23:10: ist doch eine sehr gute Infos dazu.
00:23:11: Genau, es gibt wunderbare Infos dazu.
00:23:14: Wenn dann wirklich der Verdacht sich entsprechend verschärft, dann geht der Focker ihr auch her und schreibt das Unternehmen an.
00:23:22: Versuchte meine Stellungnahme und das wird dann auch alles auf der Website nachlesbar publiziert.
00:23:27: Und ja genau, da gab es tatsächlich auch vom VKI – das war bis jetzt die Organisation, die Greenwashingfälle bis jetzt vor Gericht gebracht hat in Österreich.
00:23:36: Da kann man tatsächlich sagen, hey mir als Konsumentin ist dieses Szenier nicht aufgefallen und wenn der Fall entsprechend scharf ist, dann kann der VKI auch ein Klagen gehen?
00:23:43: Und rechnest du damit dass es jetzt mehr so klagen geben wird?
00:23:49: Kommt jetzt die große Klagswelle weil die MCO endlich greift
00:23:53: durch mich als Nicht-Juristin ein bisschen schwer wieder.
00:23:57: Ich glaube jetzt mal nicht, dass ab dem siebenundzwanzigsten neunten es Schlagerflag geht.
00:24:02: Kann ich mir irgendwie schwer vorstellen?
00:24:05: Und gleichzeitig merke ich halt schon bei meinen Kundinnen und Kunden das es da so zwei Gruppen gibt.
00:24:10: Das sind die einen, die haben schon langer Bewusstsein dafür – und die sind auch schon lange etwas sauer auf diese Greenwashing-Themen.
00:24:17: ja!
00:24:17: Weil's ist wirklich ehrlich meinen und weil dadurch ihre Bemühungen ein bissel verzerrt werden.
00:24:22: Und die sind jetzt natürlich schon viel länger bewusst und sensibel in Bezug auf die Änderungen, die durch die AMP kurz herkommen.
00:24:29: Und bemühen sich schon noch viel länger... ...und meinen sind wirklich sehr ernsthaft bei der Sache!
00:24:35: Das heißt nicht dass die anderen nicht auch ernsthaft beider Sache werden, die kommen vielleicht an Ticken später drauf, weil vielleicht ist einfach Nachhaltigkeit- und Klimaschutz nicht so fest verankert ist im Geschäftsmodell?
00:24:44: Und weil jetzt da erst so ein bisschen kürzer vor der Deadline, vor dem siebenundzwanzigsten neunten das Bewusstsein laut geworden ist und gesagt oder kommt jetzt was?
00:24:53: Das betrifft doch die Kommunikation.
00:24:56: Wir verwenden eigentlich ganz schön viele dieser Wagenbegriffe auf unserer Webseite in unseren Produktbeschreibungen
00:25:01: etc.,
00:25:02: wie gehen wir denn jetzt damit um?
00:25:04: Und das kann jetzt dazu führen, dass alles zurückgefahren wird in der Nachhaltigkeitskommunikation.
00:25:08: Das
00:25:08: berühmte Greenhushing.
00:25:10: Genau was natürlich auch transformationsschädigend ist.
00:25:15: oder idealerweise wird dann das Lernfelder öffnet und wir schauen uns an und gehen rein und schauen wie man es denn anders gestalten kann.
00:25:24: kann schon auch sein, dass die Gruppen, die schon lange jetzt sich ernsthaft um Nachhaltigkeitskommunikation bemühen.
00:25:31: Dann ist das auch ein bisschen die Gelegenheit beim Schopfparken, weil es kann ja auch der Mitbewerb klagen und da dann... Das
00:25:38: wird spannend zu sehen wer da den ersten Schritt macht?
00:25:40: Genau!
00:25:41: Also das wird gut zu bewachen sein.
00:25:43: Gehen wir nochmal ein bisschen genauer auf die Kreislaufwirtschaft ein.
00:25:46: Eigentlich ist der Full Circle ja ein Podcast über neue Lösungen in der Kreislafwirtschaft.
00:25:50: Gibt's da besondere Themen, die relevant sind?
00:25:54: Naja, die Kreislaufwirtschaft bietet sich ja an über Nachhaltigkeit zu sprechen.
00:25:58: Und wir sehen sie jetzt auch schon bei den Unternehmen, die in Richtung Kreislafirtschaft sich vorbereiten und da schon gute Schritte hingehen, dass der gut mit Langlebigkeit, mit Reparierbarkeit, mit Ressourcenschonend etc.
00:26:08: kommuniziert wird – das sind ja auch alles irgendwo Waagebegriffe.
00:26:12: nur der Unterschied bei der Kreislaufwirtschaft ist oder bei Geschäften bei Unternehmen, dass es da einfach ganz nicht gute Daten dazu gibt.
00:26:24: Die wissen, warum sie das tun und die wissen, worum sie das behaupten.
00:26:27: Und dann gibt's sehr viele gute belastbare Daten, die tatsächlich für diese Claims gut herangezogen werden.
00:26:34: Das heißt reden wir über die Daten?
00:26:36: Reden wir über das was wir wissen, Transparenz?
00:26:39: Ja, reden über das, was ist und belegen Sie!
00:26:42: Klingt ganz einfach.
00:26:44: Eigentlich ja!
00:26:44: Aber jetzt fassen wir es mal zusammen am Schluss, wir gehen quasi full circle.
00:26:49: wie weit sind wir denn in dem Prozess?
00:26:51: oder was wäre das wo du sagst da müssen Unternehmen jetzt umdenken?
00:26:56: In Richtung von einer perfekten Aussage zum Storytelling oder was wär jetzt so dein Argument um das abzuschließen?
00:27:04: Was soll man mitnehmen aus dem Gespräch?
00:27:08: Ich glaube vieles ist schon gesagt worden und ich mag Ich finde es, ja diese allgemeinen Begriffe
00:27:13: etc.,
00:27:13: die sind gute Siegel.
00:27:14: Alles möglich was damit dann hergeht.
00:27:18: Aber aus meiner Kommunikationsperspektive find ich eigentlich das so einen schönen Moment weil ich irgendwie so beobachte dass nachhaltlich Nachhaltigkeitskommunikation ein Stück weiter wachsener wird.
00:27:29: Wir gehen weg von diesem Wagen, wir sind so Öko.
00:27:32: Wir sind so Green.
00:27:34: Hinten zu ja warum sehen wir es denn?
00:27:36: Wir belegen's!
00:27:37: Wir reflektieren uns.
00:27:38: Wir belasten die ganze Aussage dann auch und wir sind nun stolz darauf, weil wir können's.
00:27:44: Und das ist doch wunderschön.
00:27:45: und dafür ist auch die Kreislaufwirtschaft ein wunderbares Modell, weil ich da die ganzen Daten habe.
00:27:49: Weil ich hier ganz wunderbar von verschiedenen Geschäftsmodellen, Materialzusammensetzungen, Langlebigkeit, Wiederverwertbarkeit, auch Zielkonflikten wunderbar sprechen kann, wunderbare Storytelling auflegen kann.
00:28:01: Und genau das ermöglicht mir es ja eine viel glaubwürdigere Kommunikation aufzuschänen.
00:28:07: Weil ganz viele Menschen haben mittlerweile glaube ich doch schon irgendwo bewusster oder diffuser verstanden, dass diese überzogenen behauptungen wir sind so grün.
00:28:18: Wir sind so klimafit eigentlich gar nicht mehr so richtig stimmen können weil sonst wäre man schon ganz woanders und hat mir viele probleme einfach nicht mehr.
00:28:26: und wenn ich jetzt hergehen kann und emko konform auf basis dieser ganzen wunderbaren datendichter habe sagen kann hier stehe ich hier will ich hin Das sind meine Schritte dazwischen, das sind meine Belege.
00:28:38: Da sind meine Lernfelder, da sind meine Herausforderungen.
00:28:41: und hier diese Person überprüft mir das Ganze und zertifiziert mich das Ganze vielleicht auch noch und belegt mir das ganze, dass ich hier sage... Dann ist doch eine wunderbare Angelegenheit.
00:28:50: Also wir reden über Wege und wir reden ehrlich über Wegen, Wir reden über das was funktioniert Was vielleicht noch nicht funktioniert wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.
00:28:58: Das machen wir auch in Full Circle mit unseren Gästen Mit Unternehmern und Unternehmerinnen Die uns das erzählen Vielen Dank.
00:29:06: Heute ist es mal um Kommunikation gegangen.
00:29:09: Ja Reden sie mit uns Reden Sie über uns Bis zum nächsten Mal!
00:29:13: Vielen Dank auch.
00:29:15: Danke.
00:29:16: Das war's für heute bei Full Circle.
00:29:19: Wenn dir die Folge gefallen hat, dann schau doch in unsere Show Notes!
00:29:23: Dort findest du auch den direkten Link zu meinem Newsletter und du kannst uns auch finanziell unterstützen via
00:29:28: Substack & Steady – das ist
00:29:30: wichtig!
00:29:31: Ja und ich bedanke mich auch noch beim Kleinmetallab
00:29:33: in Wien, dass
00:29:34: mich mit seinem Netzwerk und guten Ideen unterstützt und Ich bedank mich bei der Wirtschaftsagentur Wien für die Startförderung.
00:29:40: Bis zum nächsten Mal.
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